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10.06.2009 00:00 Alter: 8 yrs

Gericht regt Vergleich an

Kategorie: Lehman Brothers
Von: Hauke Maack

Gericht regt Vergleich an

In einem vor dem Landgericht in Hannover anhängigen "Lehman-Prozess" gegen die Dresdner Bank hat das Gericht einen Vergleich angeregt. Sollten die Parteien sich nicht verständigen Können, wird voraussichtlich im August eine Entscheidung verkündet werden. Das Verfahren könnte mit einem Sieg für die klagende Anlegerin enden.

In dem Gerichtsverfahren hatte eine Klägerin Schadensersatzansprüche gegen die Bank geltend gemacht. Das Gericht neige nach vorleeigenden Berichten dazu, anzunehmen, daß es sich bei der Klägerin um eine konservative Anlegerin handle, die nicht bereit gewesen sei, sich auf unsichere Geldgeschäfte einzulassen. Das Gericht bezweifele, ob sich die Klägerin bei einer genauen Kenntnis um das Lehman-Papier auf das Bankgeschäft eingelassen hätte. Das Gericht habe auch Zweifel, ob das Wertpapiergeschäft für die Anlegerin das richtige Geschäft gewesen sei.

Das Gericht äußert sich damit schon in die Richtung, welche von Anlegerrechtsanwälten vertreten wird. Bei Wertpapiergeschäften ist in vollem Umfange darüber aufzuklären, in welchem Ausmaß die Gefahr besteht, daß das ersparte Geld verloren gehen kann. Jede Anlageberatung ist eine Einzelfallberatung. Jeder Beratungsfall muß daher darauf überprüft werden, ob der Anlageberater - hier die Bank - den richterlich fixierten Ansprüchen gerecht wird. Bereits vor Jahren hatte der Bundesgerichtshof festgehalten, daß jede Beratung den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Anlegers entsprechen müsse. Eine Anlageberatung müsse "anlagegerecht" und "anlegeregerecht" sein, so die allgemien Auffassung von Anlagerechtlern.


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