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22.03.2010 00:00 Alter: 8 yrs

Lehman-Brothers-Pleite: Erneutes Urteil gegen Bank

Kategorie: Lehman Brothers
Von: Hauke Maack

Das Landgericht Bochum hat einer Anlegerin einen Schadensersatzanspruch in Höhe der damaligen Zeichnungshöhe von mehr als 55.000 Euro zugesprochen.

Die Anlegerin habe mit Hilfe der Bank von Lehman-Brothers "Global Champion Zertifikate" gekauft. Das Gericht sei davon ausgegangen, daß die Anlegerin nicht über eine Provisionszahlung informiert worden sei, welche die Bank für das Geschäft erhalten habe. Für den Abschluß habe das Institut eine Zahlung in Höhe von 3,5 % der Anlagesumme erhalten. Bei einer Kapitalanlage von rund 55.000 Euro belaufe sich die Provisionszahlung auf den Betrag von 1.925 Euro.

Der Bundesgerichtshof hatte sich in der Vergangenheit mehrfach zu solchen Provisonszahlungen geäußert. Solche im Fachjargon genannten "Rückzahlungen" oder auch "Kickbacks" genannten Rückflüsse seien bei Bankgeschäften regelmäßig anstößig. Dies gelte immer dann, wenn der Anleger nicht über die Höhe der "Kickbacks" informiert werde. Der unterlassene Hinweis auf die Rückvergütung führe dazu, daß der Anleger seine Einzahlungen in voller Höhe zurückverlangen könne.

Diese Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes führte jetzt dazu, daß die 1. Kammer des Landgerichts die Bank wegen der damaligen fehlerhaften Kapitalanlage zum Schadensersatz verurteilt hat. Die Bank hat jetzt noch die Gelegenheit gegen das Urteil in die Berufung zu gehen. Bislang reiht sich die Bochumer Entscheidung in die Kette der Urteile, die bereits "Lehman-Anlegern" Schadensersatzansprüche zugestanden haben.


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