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23.04.2010 00:00 Alter: 7 yrs

Bilanztricks bei Lehman Brothers?

Kategorie: Lehman Brothers
Von: Hauke Maack

Wurden bei Lehman Brothers Bilanztricks angewandt ?

In dem uns vorliegenden 2.200 Seiten starken Bericht des Sonderermittlers Valukas werden sog. "Repurchase Agreements" auch in der Kurzform als "Repos 105" bezeichnete Vorgänge aufgeführt. Der Sonderermittler war eingesetzt worden, um die näheren Umstände der Insolvenz von "Lehman Brothers" aufzuklären. Medien werten die von Valukas aufgezeigten Vorgänge so, daß bei Lehman schon Jahre vor der Insolvenz das Ausmaß der Schulden verschleiert worden sei. Bereits Wochen vor dem Zusammenbruch sei das Institut zahlungsunfähig gewesen.

Bei einem "Repo 105" sei so vorgegangen worden, daß vor dem jeweiligen Quartalsende Kredite und Investments an andere Institute gegen Bargeld verkauft worden seien. Dadurch habe sich ein positiveres Bild der Unternehmenssituation ergeben. Zu Beginn des neuen Quartals seien dann die Rückkäufe durchgeführt worden. "Repo 105" sei dabei so strukturiert gewesen, daß die Geschäfte als echter Verkauf gewertet worden seien und daher die Bilanz günstiger dargestellt hätten.

Der Sonderermittler Valukas wird so zitiert, dass es sich um eine "faktische Irreführung" der Öffentlichkeit gehandelt habe. Ein Lehman - Manager wird so zitiert: " Im Grunde genommen ist es Augenwischerei."

Die Ermittlungen über "Repo 105" laufen noch weiter. Sollten sich die vorgenommenen Buchungen als nicht einwandfrei herausstellen, werden sich für Anleger neue Haftungsansprüche ergeben können.

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