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07.04.2011 10:53 Alter: 7 yrs

Lehman Brothers: Sparkasse knickt vor BGH ein

Kategorie: Lehman Brothers
Von: RA Hauke Maack

Vor der ersten Verhandlung vor dem Bundesgerichtshof über die Falschberatung beim Verkauf der Wertpapiere der insolventen Lehman Brothers hat die beklagete Sparkasse die eingelegte Revision zurückgenommen.

Mit Spannung waren die für den 12.4. anberaumten Verhandlungstermine über die mangelhafte Beratung beim Verkauf der Kapitalanlagen der insolventen Lehman Brothers erwartet worden. Am Donnerstag wurde jedoch mitgeteilt, daß die betroffene Frankfurter Sparkasse die Revision zurückgenommen habe. Damit sind die beiden vorausgegangenen Urteil, in denen die Sparkasse verurteilt wurde, rechtskräftig. Die klagenden Anleger können jetzt ihr Geld zurückverlangen. 

Eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes hätte auch für Anleger, die Lehman - Wertpapiere bei anderen Banken erworben haben, Klarheit gebracht. Schlecht ist die Zurücknahme der Revision gleichwohl nicht, da sie zeigt, daß eine höchstrichterliche Entscheidung von der Bankenseite wohl vermieden werden soll. Wäre die Entscheidung zu Gunsten der Anleger ausgegangen, wäre wohl eine weitere Klagewelle gestartet worden. So aber läuft die Verjährungsuhr zum Nachteil der Anleger weiter. Die endgültige Verjährung der berechtigten Ansprüche der Lehman-Anleger droht in diesem Jahr einzutreten. In Anbetracht des als positiv zu wertenden Rückziehers der Sparkasse sollten Anleger ernsthaft überlegen, ob sie es auf den Verjährungseintritt ankommen lassen sollten.

 

 


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