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04.05.2014 15:53 Alter: 4 yrs

Offene Immobilienfonds - Neues Urteil hilft Anlegern

Kategorie: Offene Immobilienfonds
Von: RA Hauke Maack

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Anleger wollten sichere Anlage

Sicher sollte die Anlage sein. Rendite sollte sie auch bringen. Wenn die Rendite auch kleiner sei, wäre es nicht so bedeutsam, Hauptsache die Anlage sei sicher und das angelegte Geld gänge nicht verloren. So war die Überlegung vieler Anleger, die sich zu einer Anlage in einem offenen Immobilenfonds entschlossen hatten. Dann jedoch gerieten viele Immobilienfonds in eine Notlage. Die Auszahlungen, die viele Saprer verlangten, waren höher als das zur Verfügung stehende Geld. Die Leitung der Fonds entschloss sich daher bei vielen der offenen Immobilienfonds dazu, die Rücknahme der Anteile auszusetzen. Das heißt: Anleger konnten ihre Anteile nicht zurückverkaufen. Sie konnten lediglich einen Verkauf mit Abschlägen an Börsen oder an Dritte vornehmen. Oftmals war dies ein schlechter Zeitpunkt für die Sparer. Sie hatten mit der jederzeitigen Verkäuflichkeit gerechnet und Ihre Finanzen darauf eingestellt. Der Verkauf war für einen bestimmten Zeitpunkt geplant, um mit den Erlösen z.B. den Rest aus der Hausfinanzierung zu begleichen. Das ging jedoch nicht und statt dessen mußte ein neuer Kredit aufgenommen werden. Als Altenative blieb dann nur noch der Verkauf der Anteile mit teilweise hohen Verlusten.

Unzureichende Risikoaufklärung

Viele Anleger bemängelten daher, dass sie von Ihrer Bank/Sparkasse nicht ausreichend über das Risiko der Unverkäuflichkeit aufgeklärt worden seien. Hätten Sie dieses Risiko gekannt, dann wäre der Anteil an dem offenen Immobilienfonds nicht erworben worden. Solche Anlegerbeschwerden liegen uns in mehreren Fällen vor. Von der Bankenseite wurde argumentiert, dass ein solches Risko gar nicht zu erwarten gewesen sei. Vor der Bankenkrise hätte man nicht damit rechnen müssen. Über nicht wahrscheinliche Risiken müsse eine Bank nicht aufklären. Dieser Bankenmeinung hat der Bundesgerichtshof jetzt eine Absage erteilt.

Bundesgerichtshof verurteilt Bank zu Schadensersatz

In gleich zwei Fällen mußte der Bundesgerichtshof sich mit Klagen geschädigter Anleger aus offenen Immobilienfonds auseinandersetzen. In beiden Fällen fand der Bundesgerichtshof klare Worte. " Eine Bank, die den Erwerb von Anteilen an einem offenen Immobilienfonds empfiehlt, muss den Anleger ungefragt über das Bestehen der Möglichkeit einer Aussetzung der Anteilsrücknahme durch die Fondsgesellschaft aufklären, so die Pressemitteilung des Bundesgerichtshofes vom 29.4.14.

Was können Anleger tun?

Wir erwarten nciht, dass Banken unaufgefordert auf Anleger zugehen, um den entstandenen Schaden auszugleichen. Zu befürchten ist auch, dass eine freiwillige Kompensation des Schadens auch dann nicht erfolgen wird, wenn eigene Zahlungsaufforderungen erstellt werden. Hier kann es nach unseren Erfahrungen dazu kommen, dass versucht wird, mit Vergleichsangeboten im Bagatellbereich den Anleger zu einem Einlenken zu bewegen.

Die Erfahrung lehrt, dass nach einer rechtlichen anwaltlichen Bewertung Banken und Sparkassen ehr zu einer vollen Schadenskompensation zu bewegen sind und dieses oftmals,  ohne dass Gerichtsprozesse geführt werden müssen.

Eine Rechtsschutzversicherung hilft

In von uns bearbeiteten Fällen konnten wir bereits die Deckungszusagen von Rechtsschutzversicherern einholen. Haben Sie keine Rechtsschutzvericherung kann die Bank verpflichtet sein, die anwaltlichen Kosten an Sie zu erstatten.

Beratung zu offenen Immobilenfonds

Gern können Sie mit uns in Kontakt treten, um über Ihre Erfolgschancen zu sprechen. Nutzen Sie dazu doch das folgende Kontaktformular. Nach Erhalt Ihrer Angaben setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung. Kosten entstehen hierdurch für Sie nicht.


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